Nacken verspannt vom Sitzen? Das steckt dahinter, und das hilft.
Sie stehen auf, drehen den Kopf, und links zieht es. Beim Autofahren schauen Sie über die Schulter und der Nacken macht nur die Hälfte mit. Abends sitzt ein Druck zwischen den Schulterblättern, der einfach nicht weggeht.
Das kennen sehr viele Menschen. Und es hat meistens eine gute Nachricht im Gepäck: Der Nacken kann gelöst werden.
Sie sind damit weit weg von allein
Ein Blick auf die Zahlen aus Österreich:
Beschwerde | Betroffene in Österreich | Quelle |
Chronische Nackenbeschwerden (12 Monate) | 18,5 Prozent | Österreichische Gesundheitsbefragung, Statistik Austria |
Chronische Rückenschmerzen (12 Monate) | 26 Prozent, rund 1,9 Millionen Menschen | Statistik Austria, ATHIS 2019 |
Platz unter allen chronischen Beschwerden | Rücken Platz 1, Nacken Platz 3 | Statistik Austria |
Anteil ohne klare organische Ursache | rund 80 Prozent | Österreichische Schmerzgesellschaft |
Der letzte Punkt ist der spannendste. Bei den allermeisten liegt kein Schaden vor. Der Körper hat sich nur eine Haltung angewöhnt und hält sie fest.
Quellen:
Statistik Austria, Gesundheitsbefragung: https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/gesundheit/gesundheitszustand/gesundheitszustand-selbstberichtet
Österreichische Schmerzgesellschaft: https://www.pains.at/schmerzmedizin/oesterreichischer-qualitaetsstandard-unspezifischer-rueckenschmerz/
Warum der Nacken zumacht
Ihr Kopf wiegt etwa fünf Kilo. Solange er gerade über der Wirbelsäule sitzt, tragen ihn die Knochen. Sobald er nach vorn kippt, übernimmt die Muskulatur. Und Muskeln, die stundenlang halten müssen, werden hart.
Dazu kommen drei Dinge, die fast jeder kennt:
Der Bildschirm steht zu tief. Der Kopf geht nach vorn, der Nacken hält gegen.
Das Handy. Beim Tippen sinkt der Blick, und wir bleiben minutenlang so.
Anspannung. Bei Stress ziehen sich die Schultern hoch. Der Körper macht sich klein, ganz automatisch. Wenn der Stress bleibt, bleiben die Schultern oben.
Es ist selten eine einzelne Sache. Es ist meistens alles ein bisschen, jeden Tag.
Fünf Dinge, die Sie heute noch tun können
1. Bildschirm höher stellen. Die obere Kante auf Augenhöhe. Ein Stapel Bücher reicht.
2. Alle 30 Minuten aufstehen. Nicht lange. Zum Fenster gehen, einmal strecken, zurück. Stellen Sie sich einen Wecker.
3. Schultern kreisen. Zehnmal nach hinten, langsam. Das bringt Blut in die Muskeln.
4. Wärme. Ein Kirschkernkissen auf den Nacken, 15 Minuten. Wärme macht Muskeln weich.
5. Kopf sanft neigen. Ohr Richtung Schulter, 20 Sekunden halten, andere Seite. Ohne Ziehen, ohne Nachdrücken.
Das wirkt. Es braucht nur ein paar Tage Geduld.
Wann eine Massage der schnellere Weg ist
Manchmal reicht das eigene Tun nicht. Das erkennen Sie an diesen Zeichen:
Die Verspannung ist seit mehr als zwei Wochen da
Der Kopf lässt sich nicht mehr richtig drehen
Es strahlt in den Hinterkopf oder in den Arm
Sie wachen morgens schon verspannt auf
Dann steckt der Muskel in einer Schleife fest. Er ist hart, bekommt dadurch weniger Blut, und wird davon noch härter. Von innen kommt er da schwer heraus. Von außen sehr gut.
Genau das macht eine Massage. Sie bringt Durchblutung in den Muskel, löst die verklebten Stellen und gibt dem Gewebe wieder Platz. Der Körper macht danach von selbst weiter.
Wie das bei mir abläuft
Wir reden zuerst kurz. Wo zieht es, seit wann, was machen Sie beruflich. Das dauert fünf Minuten und entscheidet über die ganze Behandlung.
Dann arbeite ich am Nacken, an den Schultern und am oberen Rücken. Diese drei hängen zusammen, einzeln zu behandeln bringt selten etwas. Wenn nötig, nehme ich auch den Kopf dazu, denn viele Kopfschmerzen kommen aus dem Nacken.
Ich massiere seit 1998, seit 2008 in eigener Praxis. In dieser Zeit habe ich sehr viele Nacken unter den Händen gehabt. Jeder erzählt etwas anderes.
Nach der Behandlung bekommen Sie zwei oder drei Übungen mit, die zu Ihrem Nacken passen. Damit es hält.
Häufige Fragen
Wie lange soll die Massage dauern? Für Nacken und Schulter reichen 60 Minuten gut aus. Wenn der ganze Rücken mitmacht, sind 90 Minuten angenehmer.
Tut das weh? Es darf spürbar sein, aber nie unangenehm. Sagen Sie es einfach, ich passe den Druck an.
Wie oft brauche ich das? Bei einer frischen Verspannung oft ein einziger Termin. Wenn es schon länger da ist, planen Sie drei Termine im Abstand von ein bis zwei Wochen.
Kann ich danach arbeiten? Ja. Trinken Sie danach etwas mehr Wasser und nehmen Sie sich den Rest des Tages nichts Schweres vor.
Was ziehe ich an? Kommen Sie einfach so, wie Sie sind. Alles Weitere besprechen wir vor Ort.
Ihr Termin
Meine Praxis finden Sie in Jennersdorf, Hauptstraße 82. Kurze Wege aus Eltendorf, Rudersdorf, Mogersdorf, Sankt Martin an der Raab, Neuhaus am Klausenbach und Fehring.
Termin online reservierenoder per Telefon 0681 10607594
Ich freue mich auf Sie.
Brigitte Plasil
Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Abklärung. Bei starken Schmerzen, Taubheitsgefühl oder Beschwerden nach einem Unfall gehen Sie bitte zuerst zum Arzt.

Kommentare